Verhütung – Informationen in Leichter Sprache

Alles zum Thema Verhütung

Sie haben viele Möglichkeiten,

um beim Sex zu verhüten.

Verhütung ist wichtig, wenn Sie noch nicht bereit

für ein eigenes Kind sind oder kein Kind möchten.

Verhütung kann auch für Ihre Gesundheit wichtig sein,

um sich vor Geschlechts-Krankheiten zu schützen.

Es gibt folgende Verhütungs-Möglichkeiten:

  • die Pille
  • die Mini-Pille
  • das Kondom
  • die Kupfer-Spirale
  • die Hormon-Spirale
  • das Hormon-Stäbchen
  • die Drei-Monats-Spritze
  • das Verhütungs-Pflaster
  • die Barriere-Methode
  • die natürliche Methode
  • die Sterilisation

Hier werden die Verhütungs-Möglichkeiten genauer erklärt:


Die Pille

Die Pille ist ein Medikament, das von einer Frauen-Ärztin

oder einem Frauen-Arzt verschrieben werden muss.

Sie nehmen das Medikament über den Mund ein.

Sie nehmen einmal am Tag eine Pille

über einen Zeitraum von 21 oder 24 Tagen ein.

Wie lang der Zeitraum ist, wird eine Ärztin oder ein Arzt

mit Ihnen besprechen.

Nach den 21 oder 24 Tagen bekommen Sie meistens Ihre Monats-Blutung.

Wenn Sie die Pille regelmäßig und richtig einnehmen,

ist die Pille fast komplett sicher.

Was macht die Pille im Körper?

Die Pille verhindert hauptsächlich den Ei-Sprung.

So kann keine Befruchtung stattfinden und Sie werden nicht schwanger.

Die Vorteile der Pille sind:

  • Die Pille ist sehr sicher.
  • Die Pille kostet Geld. 

Bis zu Ihrem 22. Geburtstag

übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die meisten

Kosten für die Pille.

Die Nachteile der Pille sind:

  • Ab Ihrem 18. Geburtstag, müssen Sie einen
    kleinen Geld-Betrag dazu zahlen.
  • Sie müssen immer daran denken,
    die Pille jeden Tag einzunehmen.

Wenn Sie das vergessen, ist der Schutz nicht mehr da
und Sie können schwanger werden.

  • Durch die Pille kann es passieren, dass Ihnen öfter schlecht oder schwindelig wird.
  • Sie haben vielleicht weniger Lust auf Sex.
  • Die Thrombose-Gefahr ist leicht erhöht.

Das bedeutet, Sie können vielleicht ein
Blut-Gerinnsel bekommen.

Blut-Gerinnsel sind Klumpen im Blut,
das kann gefährlich für Sie werden.

Gerade wenn Sie rauchen, ist die Gefahr höher,
ein Blut-Gerinnsel zu bekommen.

  • Wenn Sie Durchfall haben oder Spucken müssen,
    kann es sein, dass die Pille nicht mehr richtig wirkt.
  • Auch bestimmte Medikamente können dafür sorgen, dass die Pille nicht mehr richtig wirkt

Die Minipille

Die Mini-Pille ist ein Medikament, das von
einer Frauen-Ärztin oder Frauen-Arzt verschrieben werden muss.

Sie nehmen das Medikament über den Mund ein.

Die Mini-Pille mit dem Hormon „Levonorgestrel“
muss jeden Tag um die gleiche Uhrzeit eingenommen werden.

Wie funktioniert die Mini-Pille?

Die Mini-Pille macht den Schleim im Gebärmutter-Hals sehr fest.

Dadurch kann das Sperma nicht in die Gebärmutter eindringen.

Auch die Gebärmutter-Schleimhaut wird nicht so stark aufgebaut.

Dadurch kann sich eine befruchtete Ei-Zelle schwer in der Gebärmutter einnisten.

Das Hormon „Desogestrel“ hemmt den Ei-Sprung.

Das sorgt ebenfalls für mehr Verhütungs-Sicherheit.

 

Die Vorteile der Mini-Pille sind:

  • Sie hat weniger Nebenwirkungen als die normale Pille.
  • Die Mini-Pille enthält kein Östrogen. Wenn Sie Östrogene nicht vertragen, ist die Mini-Pille gut für Sie geeignet.
  • Frauen, die ihre Kinder stillen und in der Zeit verhüten wollen, können die Mini-Pille nehmen.

Die Nachteile der Mini-Pille sind:

  • Wenn Sie die Mini-Pille mit dem Hormon „Levonorgestrel“ 3 Stunden zu spät einnehmen, verhütet sie nicht mehr sicher und Sie können schwanger werden.
  • Wenn sie die Mini-Pille mit dem Hormon „Desorgestrel“ 12 Stunden zu spät nehmen, verhütet sie nicht mehr sicher und Sie können schwanger werden.
  • Es kann zu einer depressiven Stimmung kommen. Das bedeutet, es kann sein, dass Sie öfter Seite traurig werden.
  • Sie haben vielleicht weniger Lust auf Sex
  • Ihre Brüste können vielleicht fest werden und weh tun.
  • Wenn Sie Durchfall haben oder Spucken müssen, kann es sein, dass die Mini-Pille nicht mehr richtig wirkt. Auch bestimmte Medikamente können dafür sorgen, dass die Mini-Pille nicht mehr richtig wirkt.

Das Kondom

Das Kondom ist das einzige Verhütungs-Mittel,
dass gegen Geschlechts-Krankheiten schützt.

Das Kondom besteht aus Latex,
das als Schutz über den Penis gezogen wird.

So kommt beim Sex das Sperma vom Mann
nicht in die Scheide der Frau.

Das Kondom muss richtig sitzen.
Dafür gibt es verschiedene Größen.

Siehe auf der Internet-Seite www.kondometer.de

Nach dem Sex muss der Mann das Kondom festhalten,
wenn er den Penis aus der Scheide ziehen.

Wichtig! Jeder Mensch hat das Recht sich beim Sex

zu schützen. Jeder Mensch darf also beim Sex auf

ein Kondom bestehen.

Die Vorteile eines Kondoms sind:

  • Das Kondom hat keine Nebenwirkungen,
  • außer Sie oder Ihr Partner haben eine Latex-Allergie.
  • Latex ist ein Material, aus dem ein Kondom besteht.

  • Das Kondom schützt vor verschiedenen Krankheiten,
  • zum Beispiel vor HIV oder Chlamydien.
  • Chlamydien wird Klamüdien ausgesprochen.

Die Nachteile eines Kondoms sind:

  • Kondome können, wenn sie älter sind,
  • nicht mehr so gut schützen.
  • Das Kondom kann reißen oder austrocknen.

Es ist sehr wichtig, dass das Haltbarkeits-Datum eingehalten wird.


Die Kupferspirale

Die Kupfer-Spirale wird von einer Frauen-Ärztin
oder einem Frauen-Arzt durch die Scheide und den
Muttermund in die Gebärmutter gelegt.

Die Kupfer-Spirale gibt keine Hormone,
sondern kleine Mengen Kupfer ab.
Sie verändert den Schleim einer Frau am Muttermund
und in der Gebärmutter.
Dadurch kann sich eine befruchtete Ei-Zelle schwer in der Gebärmutter einnisten.

Die Vorteile einer Kupfer-Spirale sind:

  • Solange die Kupfer-Spirale in der Gebärmutter liegt, brauchen Sie sich nicht mehr um eine Verhütung kümmern. Trotzdem sollten Sie immer daran denken, dass ohne Kondom Krankheiten übertragen werden können.
  • Es gibt bei der Kupfer-Spirale keine hormonellen Nebenwirkungen.

Die Nachteile einer Kupfer-Spirale sind:

  • Ihre Monats-Blutung kann stärker werden.
  • Ihre Regel-Schmerzen können zunehmen.
  • Bei jungen Frauen kann es während der ersten Monate passieren,
  • dass die Kupfer-Spirale vom Körper nicht angenommen wird und wieder herausgedrückt wird.

Die Hormonspirale

Die Hormon-Spirale wird von einer Frauen-Ärztin
oder einem Frauen-Arzt durch die Scheide und
den Muttermund in die Gebärmutter gelegt.
Sie gibt Hormone ab, die dafür sorgen,
dass die Gebärmutter-Schleimhaut nicht aufgebaut wird.

Dadurch kommt das Sperma schwer zur Ei-Zelle.

Die Ei-Zelle wird dadurch nicht befruchtet und
kann sich nicht in die Gebärmutter einnisten.

Die Vorteile einer Hormon-Spirale sind:

  • Solange die Hormon-Spirale in der Gebärmutter liegt,
    brauchen Sie sich nicht mehr um eine Verhütung kümmern.
    Trotzdem sollten Sie immer daran denken,
    dass ohne Kondom Krankheiten übertragen werden können.
  • Durch die Hormon-Spirale wird die Monats-Blutung bei Frauen
    oft schwächer oder bleibt ganz aus.

Die Nachteile einer Hormon-Spirale sind:

  • Sie bekommen unregelmäßige oder gar keine Blutungen.
  • Sie können Kopf-Schmerzen bekommen oder nervös werden.
  • Sie haben vielleicht weniger Lust auf Sex.

Die Hormon-Stäbchen (Implantat)

Das Hormon-Stäbchen ist ein Implantat.
Ein Implantat ist ein künstliches Teil,
das in den Körper kommt.
Das Stäbchen wird von einer Frauen-Ärztin oder
einem Frauen-Arzt in den Oberarm der Frau eingesetzt.

  • Durch die Wirkung der Hormone
    kommt es fast gar nicht mehr zu einem Ei-Sprung.
  • Das Hormon-Stäbchen macht den Schleim
    im Gebärmutter-Hals sehr fest.
    Dadurch kann das Sperma nicht in die Gebärmutter eindringen.

Die Vorteile von Hormon-Stäbchen sind:

  • Das Hormon-Stäbchen ist sehr sicher.
  • Solange Sie ein Hormon-Stäbchen tragen,
    brauchen Sie sich nicht mehr um eine Verhütung kümmern.
    Trotzdem sollten Sie immer daran denken,
    dass ohne Kondom Krankheiten übertragen werden können.
  • Das Hormon-Stäbchen wirkt bis zu 3 Jahre
  • Die Monats-Blutung wird weniger.

Die Nachteile von Hormon-Stäbchen sind:

  • Sie können Kopf-Schmerzen bekommen.
  • Es kann zu einer depressiven Stimmung kommen.
    Das bedeutet, es kann sein, dass Sie öfter traurig werden.
  • Sie haben vielleicht weniger Lust auf Sex.
  • Ihre Brüste können fest werden und weh tun.

Die Drei-Monats-Spritze

Die Drei-Monats-Spritze wird von einer Frauen-Ärztin
oder einem Frauen-Arzt gegeben.
Sie wird der Frau in einen Muskel oder unter die Haut gespritzt.
Zum Beispiel in den Po, Oberarm oder in den Oberschenkel.

In der Spritze ist ein sehr starkes Hormon.

Die Drei-Monats-Spritze ist nur was für Sie,
wenn Sie alle anderen Verhütungs-Methoden
nicht nutzen möchten oder können.

  • Durch die Wirkung der Spritze
    kommt es zu keinem Ei-Sprung.
  • Solange die Drei-Monats-Spritze wirkt,
    ist die Verhütungs-Sicherheit sehr hoch.
  • Die Spritze macht den Schleim im Gebärmutter-Hals
    sehr fest. Dadurch kann das Sperma nicht
    in die Gebärmutter eindringen.

Die Vorteile von einer Dreimonats-Spritze sind:

  • Die Drei-Monats-Spritze schützt Sie drei Monate
    lang davor, schwanger zu werden.

Die Nachteile von einer Dreimonats-Spritze sind:

  • Sie können Zwischen-Blutungen bekommen.
  • Sie können Kopf-Schmerzen bekommen.
  • Es kann passieren, dass Sie zunehmen und dicker werden.

Die Vaginal-Ring

Den Vaginal-Ring können Sie sich selbst in Ihre Scheide
einsetzen. Der Ring passt sich sehr gut dem Körper an.
Er gibt gleichmäßig Hormone ab.

Die Hormone Östrogen und Gestagen sind sehr niedrig.
Durch die Wirkung der Hormone kommt es fast gar nicht
mehr zu einem Ei-Sprung.

Der Vaginal-Ring macht den Schleim im
Gebärmutter-Hals sehr fest.

Dadurch kann das Sperma schwer in die
Gebärmutter eindringen.

Er schützt zuverlässig vor Schwangerschaft.

Die Vorteile von einem Vaginal-Ring sind:

  • Sie können den Vaginal-Ring selbst in Ihre Scheide
    einführen. So ähnlich wie einen Tampon.
  • Sie brauchen sich dann drei Wochen lang nicht mehr
    um die Verhütung kümmern.
  • Bei Durchfall oder Erbrechen wirken die Hormone vom
    Vaginal-Ring trotzdem weiter und Sie sind weiter geschützt.

Die Nachteile von einem Vaginal-Ring sind:

  • Sie können Kopf-Schmerzen bekommen.
  • Es kann passieren, dass Ihnen öfter schlecht
    oder schwindelig wird.
  • Sie haben vielleicht weniger Lust auf Sex.
  • Die Thrombose-Gefahr ist leicht erhöht.
    Das bedeutet, Sie können vielleicht ein Blut-Gerinnsel
    bekommen. Blut-Gerinnsel sind Klumpen im Blut,
    das kann gefährlich für Sie werden.
    Gerade wenn Sie rauchen, ist die Gefahr höher,
    ein Blut-Gerinnsel zu bekommen.

Das Verhütungs-Pflaster/ Hormon-Pflaster

Das Verhütungs-Pflaster wird auf die Haut aufgeklebt,
zum Beispiel auf den Bauch oder auf den Oberarm.
Das Verhütungs-Pflaster ist auch als Hormon-Pflaster bekannt.
Bei dem Pflaster werden die Hormone Östrogen und
Gestagen über die Haut aufgenommen.

• Das Pflaster hemmt den Ei-Sprung.

• Das Pflaster macht den Schleim im
Gebärmutter-Hals sehr fest.
Dadurch kann das Sperma schwer in die
Gebärmutter eindringen.

• Auch die Gebärmutter-Schleimhaut wird nicht so stark
aufgebaut. Dadurch kann sich eine befruchtete Ei-Zelle
schwer in der Gebärmutter einnisten.

Die Vorteile von einem Verhütungs-Pflaster sind:

• Das Verhütungs-Pflaster ist sehr leicht anzuwenden.

• Falls Sie Durchfall bekommen oder Erbrechen
müssen, wirken die Hormone vom
Verhütungs-Pflaster trotzdem weiter und Sie sind
weiter geschützt.

Die Nachteile von einem Verhütungs-Pflaster sind:

• Manche Frauen stört das sichtbare Pflaster.

• Es kann passieren, dass Ihnen öfter schlecht oder
schwindelig wird.

• Sie haben vielleicht weniger Lust auf Sex.

• Die Thrombose-Gefahr ist leicht erhöht.
Das bedeutet, Sie können vielleicht ein Blut-Gerinnsel
bekommen. Blut-Gerinnsel sind Klumpen im Blut,
das kann gefährlich für Sie werden.
Gerade wenn Sie rauchen, ist die Gefahr höher,
ein Blut-Gerinnsel zu bekommen.


Die Barriere-Methoden

Es gibt eine hormonfreie Verhütungs-Kappe,
zum Beispiel das Diaphragma.

Die Verhütungs-Kappe wird von einer Frauen-Ärztin
oder einem Frauen-Arzt angepasst.
Sie sollten die Verhütungs-Kappe selbst in Ihre Scheide
einsetzen, bevor Sie Sex haben.
Davor sollte die Verhütungs-Kappe mit einem Gel
bestrichen werden. Das Gel bremst Spermien.

Die Verhütungs-Kappe sollte vor dem Muttermund sitzen,
so kommen die Spermien nicht an den Muttermund.
Wenn sie nicht richtig sitzt, verhütet sie nicht sicher.

Die Vorteile von einer Verhütungs-Kappe sind:

  • Sie hat keine Nebenwirkungen.

Die Nachteile von einer Verhütungs-Kappe sind:

  • Sie müssen die Verhütungs-Kappe als Frau selbst
    an die richtige Stelle im Körper einsetzen.
    Das erfordert etwas Übung und Erfahrung.
  • Wenn die Verhütungs-Kappe nicht richtig
    eingesetzt wird oder verrutscht,
    können die Spermien doch in die Gebärmutter gelangen
    und Sie können schwanger werden.

Natürliche Methoden

Sie lernen bei dieser Methode Ihren Körper sehr gut
kennen und entwickeln ein gutes Körper-Gefühl.

Bei der Natürlichen Methode ist es Ihre Aufgabe,
Ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage zu erkennen.

  • An den fruchtbaren Tagen können Sie schwanger werden.
  • An den unfruchtbaren Tagen können Sie nicht schwanger werden.

Wie funktioniert das?

  • Sie müssen jeden Tag nach dem Aufstehen
    Ihre Temperatur messen. Die Temperatur im Körper
    steigt nach dem Ei-Sprung.
    Nach dem Ei-Sprung beginnen die unfruchtbaren Tage.
  • Sie müssen jeden Tag Ihren Zervix-Schleim,
    der aus der Scheide kommt, mit den Fingern prüfen.
    Zervix bedeutet Gebärmutter-Hals.
    Kurz vor dem Ei-Sprung,
    wird der Zervix-Schleim flüssiger und
    an den unfruchtbaren Tagen wird er dicker.
    Dadurch kann das Sperma vom Mann schwerer in die Gebärmutter gelangen. Wenn Sie an den fruchtbaren Tagen zusätzlich verhüten, kann bei richtiger Anwendung auch diese Methode sicher sein.

Die Vorteile der Natürlichen Methode sind:

  • Es gibt keine Nebenwirkungen.
  • Die eigene Körper-Wahrnehmung wird besser.
  • Sie gehen bewusster mit ihrer Fruchtbarkeit um.

Die Nachteile der Natürlichen Methode sind:

  • Die Natürliche Methode ist sehr aufwendig. Sie müssen täglich daran denken, die Temperatur zu messen und alle Informationen aufzuschreiben. Nur so können Sie Veränderungen feststellen, um herauszufinden, ob Sie gerade fruchtbar sind oder nicht.
  • Während der fruchtbaren Tage müssen Sie zusätzlich verhüten. Sie können zum Beispiel Kondome nutzen oder auf Sex verzichten. Apps oder kleine Computer können inzwischen den Ei-Sprung berechnen.
    Vorsicht! Diese Programme arbeiten oft ungenau.

Pille danach

Falls Sie ungeschützten Sex hatten, haben Sie im Notfall
die Möglichkeit, die „Pille danach“ zu nehmen.

Je nach Medikament können Sie die Pille bis zu 3 oder 5 Tage
nach dem ungeschützten Sex einnehmen.

Wir empfehlen aber, die „Pille danach“

so schnell wie möglich einzunehmen.

Am besten in den ersten 12 Stunden nach dem
ungeschützten Sex.

Die „Pille danach“ bekommen Sie ohne Rezept
in der Apotheke und muss bezahlt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Verhütung haben,
sprechen Sie mit Ihrer Frauen-Ärztin oder
Ihrem Frauen-Arzt, mit einer Schwangerschafts-Beratungs-
Stelle oder fragen Sie in der Apotheke nach.


Sterilisation

Sterilisation ist eine sehr sichere Verhütungs-Methode.

  • Bei der Frau werden die Ei-Leiter durchtrennt oder verschlossen.
  • Beim Mann werden die Samen-Leiter durchtrennt oder verschlossen.

Vorher sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie das möchten.
Sterilisation ist sinnvoll, wenn Sie für immer keine Kinder
mehr haben wollen.


Kosten für Verhütungs-Mittel

Für den Kreis Schleswig-Flensburg

Wenn Sie im Kreis Schleswig-Flensburg wohnen,
übernimmt der Kreis für bestimmte Personen die Kosten
für die meisten Verhütungs-Mittel.

Für welche Personen gilt das?

  • Sie müssen im Kreis Schleswig-Flensburg wohnen.
  • Sie müssen mindestens 22 Jahre alt sein.
  • Sie haben wenig Geld und bekommen zum Beispiel
    Bürgergeld, Grund-Sicherung nach dem zwölften
    Sozial-Gesetz-Buch, BAföG im Studium, sind noch in
    der Ausbildung und bekommen Berufsausbildungs-Beihilfe (BAB), Wohngeld oder Leistungen nach dem Gesetz
    für Asyl-Bewerber*innen.
  • Sie haben ein eigenes Einkommen, aber das reicht nicht aus,
    um die Verhütungs-Mittel zu bezahlen.
    Ihre Ärztin oder Ihr Arzt muss Ihnen die
    Verhütungs-Mittel verschreiben. 

Antrag stellen:

Wenn Sie älter als 22 Jahre sind,
können Sie einen Antrag auf Kosten-Übernahme stellen.
Unsere Beratungs-Stellen helfen Ihnen bei dem Antrag.

Sie benötigen folgende Unterlagen für den Antrag

  • Ein Rezept und/oder Kosten-Voranschlag
    von Ihrer Frauen-Ärztin oder Ihrem Frauen-Arzt,
    zum Beispiel für die Spirale oder Sterilisation.
  • Aktueller Bescheid von Ihrem Amt oder
    einen aktuellen Einkommens-Nachweis.
  • Mietvertrag, an dem man erkennen kann,
    dass Sie im Kreis Schleswig-Flensburg wohnen.

Wenn alle Bedingungen erfüllt sind und der Antrag
auf Kosten-Übernahme gestellt wurde,
bekommen Sie eine Bestätigung zur Kosten-Übernahme.

Dann müssen Sie die Kosten für das Verhütungs-Mittel
in der Apotheke nicht bezahlen.

Dann müssen Sie die Kosten für einen Eingriff,
zum Beispiel Sterilisation, bei Ihrer Ärztin
oder Ihrem Arzt in der Praxis nicht bezahlen.


Für die Stadt Flensburg

Kosten-Übernahme für die Stadt Flensburg

Wenn Sie in der Stadt Flensburg wohnen,
übernimmt pro familia für bestimmte Personen
die Kosten für die meisten Verhütungs-Mittel.

Für welche Personen gilt das?

  • Sie müssen in der Stadt Flensburg wohnen.
  • Sie müssen mindestens 22 Jahre alt sein.
  • Sie haben wenig Geld und bekommen zum Beispiel
    Bürgergeld, Grund Sicherung/Sozial-Hilfe nach dem
    zwölften Sozial-Gesetz-Buch, Kinder-Zuschlag,
    BAföG im Studium, sind noch in der Ausbildung und
    bekommen Berufsausbildungs-Beihilfe (BAB),
    Wohngeld oder Leistungen nach dem Gesetz
    für Asylbewerber*innen.
  • Sie haben ein eigenes Einkommen, aber das
    reicht nicht aus, um die Verhütungs-Mittel zu bezahlen.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt muss die Verhütungs-Mittel verschreiben.

Die Krankenkasse bezahlt keine Kondome.
Kondome sind nicht verschreibungs-pflichtig und
Sie können welche im Laden oder in der Apotheke kaufen.

Antrag stellen:

Wenn Sie älter als 22 Jahre sind,
können Sie einen Antrag auf Kosten-Übernahme stellen.

Unsere Beratungs-Stellen helfen Ihnen bei dem Antrag.

Sie können die Kosten-Übernahme bei 
pro familia Flensburg beantragen.

Rufen Sie unter folgender Telefon-Nummer an
0461-9092640 und vereinbaren Sie einen Termin.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zu pro familia mit:

  • Ein Rezept und/oder Kosten-Voranschlag
    von Ihrem Frauen-Arzt oder Ihrer Frauen-Ärztin,
    zum Beispiel für die Spirale oder Sterilisation.
  • Aktueller Bescheid von Ihrem Amt oder
    einen aktuellen Einkommens-Nachweis.

Zum Beispiel: Gehalts-Abrechnung

  • Einkommens-Nachweis aller Personen,
    die in Ihrem Haushalt leben.
  • Mietvertrag, an dem man erkennen kann,
    dass Sie in der Stadt Flensburg wohnen.

Wenn alle Bedingungen erfüllt sind und der Antrag
auf Kosten-Übernahme gestellt wurde,
bekommen Sie eine Bestätigung zur Kosten-Übernahme.

Dann müssen Sie die Kosten für das Verhütungs-Mittel
in der Apotheke nicht bezahlen.

Dann müssen Sie die Kosten für einen Eingriff,
zum Beispiel Sterilisation, bei Ihrer Ärztin oder
Ihrem Arzt in der Praxis nicht bezahlen.


wertschätzend – kompetent - vertraulich